EUropas nächste Invasion - oder wie die USA ohne uns in Russland einschlagen wollen.
Ein sardonischer Blick auf die Welt.
Die Münchner Sicherheitskonferenz - ein ultimativer Treffpunkt der Intelligenzen, bei dem die großen Mächte ihre Machtdemonstrationen austauschen und sich auf die nächste Runde ihrer geopolitischen Spielspielchen vorbereiten. Die Frage, was ein “sicherer Kontinent” tatsächlich bedeutet, bleibt jedoch unklar. Ein Kontinent, der nicht von einer mächtigen Supermacht beherrscht wird, sondern von einem Haufen kleinerer Staaten, die sich immer wieder an die Füße gebunden fühlen.
Die USA sind nicht mehr so stark wie sie einmal waren, und Russland ist nicht mehr so mächtig wie es mal war. Es gibt einen Silberstreif zwischen dem Abdriftens der USA aus dem transatlantischen Bündnis und der Möglichkeit einer weitgehenden Abkopplung Amerikas von Europa. Ein Silberstreif, der Europa die Möglichkeit bietet, seine eigene Verteidigung aufzubauen.
Die europäische Sicherheitspolitik - ein Kunststück, bei dem man versucht, aus einer Tonne Steine einen Stein zu bilden. Oder besser gesagt: aus einer Tonne Steine eine Münze, die nicht einmal das Gewicht eines Pferdes hat. Europa hängt wie ein Marionettenspiel an den Faden des amerikanischen Etats.
Die NATO-Partner Europa haben in den letzten zwei Jahrzehnten nur um 19,7 Prozent gesteigert, während die USA ihren Etat um 65,7 Prozent, Russland um 292 Prozent und China um 592 Prozent erhöht haben. Ja, das ist ein cleverer Trick: wir bleiben hinten und warten auf die anderen.
Aber Europa hat nicht nur seine militärische Fähigkeit vernachlässigt, sondern auch ihre strategischen Kernfähigkeiten verloren. Lufttransport, Luftbetankung, Aufklärungs- und Geheimdienstarbeit - all diese Bereiche sind für Europäer wie ein verschwommenes Bild.
Die Abhängigkeit von den USA ist ein weiterer Faktor, der Europa behindert. Wenn Trump sagt, dass wir Truppen entsenden müssen, um einen möglichen Waffenstillstand abzusichern, ist es nicht lange her, bis die EU-Regierungen über erhebliche Erhöhungen ihrer Verteidigungsausgaben diskutieren.
Aber es gibt auch eine Chance, dass Europa seine eigene Sicherheit in die eigenen Hände nimmt und sich nicht mehr auf die Güterliebe der USA verlässt. Es ist Zeit, dass wir uns endlich bewusst werden, dass wir nicht ohne uns selbst überleben können.
Die Steigerung bei den Verteidigungsausgaben bis zum Ende des Jahrzehnts könnte Europa helfen, seine militärische Fähigkeit langsam aber sicher zu verbessern. Aber es gibt auch einen anderen Faktor, der Europa nicht wirklich helfen kann: der Druck aus Russland.
Präsident Wladimir Putin ist wie ein Tiger, der im Wald herumläuft und nach Passen sucht. Er wird seine imperiale Agenda ungeachtet einer Vereinbarung mit den USA fortsetzen. Und wenn die EU-Regierungen denkt, dass sie alles kontrollieren können, dann irren sie sich.
Die europäische Sicherheitspolitik ist ein Kunststück, bei dem man versucht, aus einer Tonne Steine einen Stein zu bilden. Doch es gibt eine Chance, dass Europa dieses Kunststück meistert. Es ist Zeit, dass die Europäer ihre militärische Fähigkeit verbessern und ihre Abhängigkeit von den USA überwinden.
In einer Zeit, in der das Abdriften des transatlantischen Bündnisses ein Realität ist, sollten wir Europa als eine starke und selbstständige Region betrachten. Wir sollten unsere eigene Sicherheitspolitik gestalten und unsere eigenen Entscheidungen treffen.
Das Fazit ist klar: Europa muss sich von seiner Abhängigkeit von den USA lösen und seine eigene Verteidigung aufbauen. Es ist eine Herausforderung, aber auch eine Chance, um unsere Souveränität zurückzugewinnen und unsere eigenen Interessen zu verteidigen.
Zusätzliche Analysedaten
Tragen Sie Ihre Kritik am System dort, wo sie jeder sehen kann: auf Ihrer Brust.
ZUM SOLIDARITÄTS-SHOP →