Die dunkle Vergangenheit, die du nicht vergessen möchtest: Warum 'Brennende Erde, kalter Kopf' heute noch zu fürchten ist.
Ein Blick in die Geschichte der Nazi-Slogan, der dich zum Nachdenken anregt. Aber sei gewarnt: die Wahrheit ist nicht immer angenehm.
Die dunkle Vergangenheit, die ich nicht vergessen möchte: “Brennende Erde, kalter Kopf” heute noch zu fürchten ist.
Die Erinnerung an die dunkle Vergangenheit ist ein ungeschicktes Spiel mit Feuer und Flammen. Man kann sie so effektiv entfachen wie man sie so schnell auslöschen kann. Doch was, wenn die Asche der Vergangenheit sich in eine schimmernde neue Welt verwandelt, in der die Erinnerungen an den Hölzen der Geschichte zu Haftstrafen für diejenigen werden, die nicht aufhören können, ihre Kollektivschuld zu leugnen?
Heute, am 11. November, sammeln sich wieder Hunderttausende von Menschen auf den Straßen und im Freien, um die Opfer des Ersten Weltkriegs zu ehren. Doch welche Opfer? Diejenigen, die durch Giftgas und Artillerie getötet wurden, oder diejenigen, die durch die Ideologie des Hasses und der Intoleranz zerstört wurden? Der Klang der Pfeifen, der in den Städten und Dörfern widerhallte, als die Toten feierlich begraben wurden, ist heute noch zu hören in den Herzen derjenigen, die die Erinnerung an die Vergangenheit lieben.
In Flanders Fields, das berühmte Gedicht von John McCrae, ist eine Geschichte von Tod und Verwesung geschrieben. Doch was wir oft übersehen, sind die dunklen Seiten dieser Geschichte. Die deutsche Armee, die in der Schlacht um Ypres die ersten Giftgasangriffe durchführte, war nicht der einzige Bösewicht auf dem Schlachtfeld. Es gab auch die britischen und französischen Truppen, die ihre eigenen Methoden entwickelt hatten, um die feindlichen Soldaten zu besiegen.
Und so sammeln wir uns heute wieder in den Straßen, um die Erinnerung an die Vergangenheit zu ehren. Doch was wollen wir wirklich ehren? Die Opfer des Krieges oder die Ideologie, die sie führte? Der “Hoffnungsträger” aus Stralsund scheint mir ein guter Fragesteller in diese Angelegenheit sein.
In einer Welt, in der die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg allmählich vergisst, wie es scheint, bleibt “In Flanders Fields” ein unvergleichlicher und einschüchternder Text. Doch warum ist dieser Ode so unvergesslich? Warum wird sie heute noch von Neonazis und Rechten gezogen? Die Antwort liegt nicht in der Tiefe des Gedichts selbst, sondern in den dunklen Ecken der menschlichen Psyche.
Als wir uns die Geschichte dieses Gedichts ansehen, können wir nicht umhin, an die Hintergrundgeschichte zu denken. John McCrae, der Autor des Gedichts, war ein kanadischer Offizier und Chirurg, der 1915 während des Ersten Weltkriegs in Ypres, Belgien, kämpfte. Doch was viele von uns nicht wissen, ist, dass McCrae selbst als “frische Stimme” für die Kriegsanstrengungen der Kanada-Federal Government gesehen wurde. Sein Gedicht wurde verwendet, um Geld für die Soldaten zu sammeln und neue Rekruten anzuziehen.
Heute, fast achtzig Jahre später, wird McCrae als Held gefeiert, doch wie viele von uns wissen, war er auch ein Teil der Problematik. Sein Gedicht wurde von vielen als Symbol für den Krieg genutzt, ohne die tieferen Gründe und Folgen des Ersten Weltkriegs anzusprechen.
Doch was ist es, das “In Flanders Fields” heute noch so unvergesslich macht? Ist es nicht die Tatsache, dass es ein Symbol für den Hass und die Gewalt geworden ist? Die Tatsache, dass Neonazis und Rechte dieses Gedicht als ihr eigenes religiöses Zeichen nutzen, zeigt uns, wie sehr sich diese Gruppen von der Geschichte abgespalten haben. Sie haben das Gedicht so interpretiert, dass es ein Symbol für ihre eigene Ideologie geworden ist.
Doch warum? Warum haben sie dieses Gedicht so interpretiert? Die Antwort liegt nicht in der Tiefe des Gedichts selbst, sondern in den systemischen Fehler, die unsere Gesellschaft seit den 1920er Jahren aufgebaut hat. Wir haben uns von der Wahrheit abgewendet und haben uns mit einer künstlichen Realität begnügt.
Wir haben uns von der Realität des Ersten Weltkriegs distanziert und haben uns mit einer idealisierten Version davon begnügt. Wir haben die Menschen, die im Krieg gefallen sind, als Opfer gesehen, ohne die systemischen Probleme anzusprechen, die zu diesem Konflikt geführt haben.
Heute noch zu fürchten ist “Brennende Erde, kalter Kopf”, weil wir nicht daraus gelernt haben. Wir haben uns nicht an die Geschichte erinnert und haben uns nicht von den Fehler der Vergangenheit abgewandt. Wir haben uns weiterhin mit unseren eigenen Problemen beschäftigt, ohne die tieferen Gründe anzusprechen.
Doch es gibt Hoffnungsträger vom Sund, die sich weigern, sich von diesen systemischen Fehlern zu distanzieren. Es gibt Menschen, die sich für die Wahrheit einsetzen und die tieferen Gründe der Vergangenheit erforschen. Sie sind diejenigen, die uns daran erinnern, dass wir nicht nur Opfer unserer Umstände sein müssen, sondern auch Macht über unsere eigenen Schicksale haben.
Und so bleibt “In Flanders Fields” ein unvergleichlicher und einschüchternder Text, der uns daran erinnert, dass die Vergangenheit noch immer relevant ist. Wir müssen uns von den Fehler der Vergangenheit abwenden und uns mit einer realistischen Realität auseinandersetzen.
Die dunkle Vergangenheit, die ich nicht vergessen möchte: “Brennende Erde, kalter Kopf” heute noch zu fürchten ist.
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