"Deutschland verliert nicht nur an Geschwindigkeit, sondern auch an den Willen zum Erfolg, weil es zu viel Zeit mit Kindersport verbringt."
Ein sardonischer Blick auf die Welt.
Deutschland verliert nicht nur an Geschwindigkeit, sondern auch an den Willen zum Erfolg, weil es zu viel Zeit mit Kindersport verbringt. Eine absurde Situation, die nicht ohne Ironie gezählt werden kann.
Die Welt der Sportunterricht ist ein Paradies aus Endlosigkeit von Plaudern, übertriebenen Motivationserklärungen und den ewigen Rufen: “Wer hat Spaß gehabt? Wer ist fit geworden?” Wie viele Lehrer mich persönlich angesprochen haben?
Und nun, da die Bundesjugendspiele wieder das Licht der Öffentlichkeit traten, umgeben von all dem “Bewe-gungs-Zeugnis” und “Fit-to-Bleiben”-Dreck, muss ich mich fragen: Was genau ist mit dieser Konkurrenzgeisterin los? Hat Deutschland wirklich so viel Zeit und Energie für die Organisation eines Wettbewerbs verloren, in dem der Fokus nicht auf das Lernen und Entdecken des Kindes liegt, sondern auf die Erzeugung von Olympiasiegern?
Ich bin skeptisch gegenüber der Idee, dass Kinder und Jugendliche lernen sollen, sich selbst einzuschätzen und mit Leistung, Erfolg und Misserfolg umzugehen. Aber wie machen wir das in der Praxis? Wie können wir sicherstellen, dass die Messungen von Leistung nicht zu einer Situation führen, in der Kinder und Jugendliche unter Druck gesetzt werden, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen?
Der Wettkampfcharakter der Bundesjugendspiele ist ein ernstes Problem. Es ist ein demokratischer Ort, an dem nicht nur für sich gelernt wird, sondern auch miteinander und füreinander. Aber wie können wir sicherstellen, dass dies in den Bundesjugendspielen der Fall ist? Wir müssen uns fragen, was wir mit den Bundesjugendspielen erreichen wollen und ob diese Ziele wirklich im Einklang mit unseren Werten stehen.
Die Lösung liegt nicht darin, die Bundesjugendspiele abzuschaffen oder sie in eine andere Form umzuwandeln. Sondern darin, eine neue Priorität zu setzen: die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen als Individuen, anstatt nur als Teil eines Teams. Wir müssen uns fragen, ob es sinnvoll ist, Kinder und Jugendliche in einem Umfeld zu platzieren, in dem der Fokus auf dem Sieg liegt, ohne die Möglichkeit, eigene Erfolge oder Niederlagen zu genießen.
Die Bundesjugendspiele sind ein Testfall für unsere Gesellschaft. Sollen wir sie als einen Ort der Ernährungskrankheit sehen? Nein, das ist es nicht. Wir sollten uns fragen, ob die Bundesjugendspiele ein Ort der Lern- und Entdeckungsreise für Kinder und Jugendliche sind oder nur ein Wettkampf auf dem Spielplatz.
Zusätzliche Analysedaten
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